
Aktueller Hinweis: Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit April 2026 wieder beantragbar. Das Fördervolumen für 2026 ist jedoch begrenzt und wird erfahrungsgemäß rasch ausgeschöpft. Wer einen Umbau plant, sollte daher frühzeitig ein förderfähiges Angebot einholen und den Antrag stellen.
Drei Wege zur Förderung für Ihren Badumbau (KfW & Pflegekasse)
1. Altersgerecht umbauen (Komfort für die Zukunft)
Planen Sie vorausschauend. Ein schwellenloser Zugang zur Dusche und clevere Lichtsysteme erhöhen den Komfort in jedem Alter und lassen sich hervorragend durch moderne, fugenlose Wandpaneele anstelle alter Fliesen realisieren.
- Förderung: KfW-Zuschuss 455-B „Barrierereduzierung - Investitionszuschuss".
- Ihr Vorteil: 10 % der förderfähigen Kosten (max. 25.000 € pro Wohneinheit) als direkter Zuschuss - also bis zu 2.500 € für Einzelmaßnahmen.
2. Behindertengerechter Umbau (Maximale Barrierefreiheit)
Wenn Mobilitätseinschränkungen den Alltag erschweren, passe ich Ihr Bad individuell an - von stabilen Haltegriffen bis zum unterfahrbaren Waschtisch.
- Förderung: KfW-Zuschuss 455-B, bei Erreichen des vollen „Standard Altersgerechtes Haus".
- Ihr Vorteil: Dann 12,5 % der förderfähigen Kosten (max. 50.000 €) - also bis zu 6.250 € Zuschuss. Hinweis: Für diesen Standard ist eine Bestätigung durch einen Sachverständigen erforderlich.
- Zusatz-Tipp: Prüfen Sie auch Zuschüsse der Pflegekasse (bis zu 4.000 € bei vorhandenem Pflegegrad) für einen separat abgerechneten Teil der Maßnahme.
3. Energetische Sanierung (Nachhaltig sparen)
Ein modernes Bad schont auch die Umwelt und Ihren Geldbeutel - durch wassersparende Armaturen oder die Integration in ein effizientes Heizsystem.
- Förderung: BAFA oder KfW (BEG - Bundesförderung für effiziente Gebäude).
- Ihr Vorteil: Attraktive Zuschüsse oder steuerliche Absetzbarkeit. Hinweis: Eine Kombination mit dem Zuschuss 455-B für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen.
So unterstütze ich Sie bei der Förderung
Damit Ihr Antrag reibungslos gelingt, liefere ich Ihnen die nötige fachliche Grundlage:
- Individuelle Beratung: Analyse direkt bei Ihnen vor Ort, welche Maßnahmen technisch sinnvoll und förderfähig sind.
- Förderfähiges Angebot: Erstellung aller erforderlichen technischen Nachweise und eines detaillierten Angebots, das die KfW-Anforderungen erfüllt.
- Antrag: Den Antrag stellen Sie selbst bequem online über das offizielle Zuschussportal der KfW - ich stelle Ihnen dafür alle technischen Unterlagen bereit.
⚠️ WICHTIG: Die Förderung muss zwingend VOR Beginn der Arbeiten beantragt werden. Als Beginn gilt bereits der Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags - Planung und Beratung zählen noch nicht dazu.

Checkliste: Unterlagen für Ihren Förderantrag
Damit Ihr Antrag bei der KfW oder Pflegekasse reibungslos durchgeht und Ihr geplanter Badumbau die KfW-Mittel sicher erhält:
- Kostenvoranschlag: Detailliertes Angebot von mir (erfüllt alle geforderten technischen Richtlinien).
- Identitätsnachweis: Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Eigentumsnachweis: Aktueller Grundbuchauszug oder Grundsteuerbescheid.
- Ggf. Bescheid über Pflegegrad: Für den Pflegekassen-Zuschuss (bis zu 4.000 €).
- Wichtig - Der Zeitpunkt: Der Antrag muss vor Abschluss des Handwerkervertrags gestellt werden.

Technische Checkliste: Badumbau nach KfW-Standard
Um die staatlichen Zuschüsse zu erhalten, müssen die technischen Mindestanforderungen der KfW eingehalten werden:
1. Die Dusche (Schwellenlos & Sicher)
- Bodengleich (maximal 2 cm Schwellenhöhe zulässig).
- Rutschhemmende Fliesen oder Oberflächen (mindestens Bewertungsgruppe B bzw. Rutschhemmungsklasse R10).
- Duschfläche mindestens 120x120 cm (für Rollstuhlnutzung sind größere Flächen empfehlenswert).
2. Das WC (Anpassbare Höhe)
- Sitzhöhe nach der Montage zwischen 46 und 48 cm für ergonomisches Aufstehen.
- Seitlicher Zugang für eine komfortable Nutzung.
- Ausreichend stabile Wandkonstruktion für die nachträgliche Montage von Stützklappgriffen.
3. Der Waschtisch (Beinfreiheit)
- Genügend Beinfreiheit unter dem Becken für eine komfortable Nutzung im Sitzen oder mit dem Rollstuhl.
- Ausstattung mit einer leichtgängigen Einhebel- oder berührungslosen Sensor-Armatur.
4. Bewegungsflächen & Türen
- Ausreichende freie Bewegungsfläche vor den Sanitärobjekten.
- Lichte Türbreite von mindestens 80 cm.
„Gut zu wissen: Zu einem geförderten Badumbau mit KfW-Bezuschussung gehören auch die notwendigen Nebenarbeiten - etwa Fliesenlegerarbeiten und Abdichtungen. Sanitär- und Rohrleitungsarbeiten koordiniere ich bei Bedarf mit meinen Partnerbetrieben."
Hinweis: Die genannten Werte sind Richtwerte. Maßgeblich sind stets die aktuellen technischen Mindestanforderungen der KfW zum Zeitpunkt Ihrer Antragstellung.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Badumbau KfW (FAQ)
Wer kann einen Zuschuss für den Badumbau beantragen?
Sowohl private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern als auch Mieter (mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters) können Anträge stellen. Die Förderung ist unabhängig vom Alter oder einem Pflegegrad - entscheidend ist die Reduzierung von Barrieren.
Wie hoch ist die finanzielle Förderung für ein barrierefreies Bad?
Bei Einzelmaßnahmen erhalten Sie einen Investitionszuschuss von 10 % der förderfähigen Kosten (max. 2.500 €). Bei einer umfassenden Sanierung, die den vollen „Standard Altersgerechtes Haus" erreicht, sind 12,5 % und damit bis zu 6.250 € Zuschuss möglich - dies erfordert jedoch die Bestätigung durch einen Sachverständigen.
Kann ich die KfW-Förderung und den Pflegekassen-Zuschuss miteinander kombinieren?
Ja, das ist grundsätzlich möglich, sofern die verschiedenen Maßnahmen technisch getrennt und separat abgerechnet werden. Für denselben Teil einer Maßnahme ist eine Kombination nicht zulässig. Die Pflegekasse schießt bei einem anerkannten Pflegegrad bis zu 4.000 € für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen dazu.
Ab wann darf ich mit dem Umbau beginnen?
Erst nach Eingang der KfW-Zusage sollten Sie einen verbindlichen Handwerkervertrag abschließen. Planung, Beratung und das Einholen von Angeboten gelten noch nicht als Vorhabenbeginn - diese Schritte können Sie also bereits vorher erledigen.









